Sprachassistenten, automatisierte Übersetzungen oder smarte Roboter für den Haushalt – viele Technologien, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren, finden zunehmend Eingang in den Alltag. Doch was genau ist eigentlich KI? Und wie lässt sie sich sinnvoll im Alter nutzen? Seit Mai können sich ältere Frauen in unserem Projekt Zusammen Digital für Frauen 65+ mit Künstlicher Intelligenz vertraut machen.

KI-Werkstatt im FCZB
Unsere erste KI-Werkstatt konnten wir im Rahmen der Berliner Seniorenwoche 2025 Ende Juni im FCZB anbieten. 14 Frauen über 65 haben ausprobiert, wie sie KI-Tools in ihrem Alltag nutzen können. Verschiedene Geräte, die auf KI basieren, standen bereit – ein Staubsaugerroboter und eine Roboterkatze waren auch dabei. Daran anschließend haben die Teilnehmerinnen sich über die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von KI-basierter Technik ausgetauscht. Das Interesse war so groß, dass wir die KI-Werkstatt im Oktober ein zweites Mal anbieten.
Experimentierfreudig und kritisch: Das FCZB als KI-Lernort
Das FCZB mit unserem Projekt Zusammen Digital für Frauen 65+ ist einer der Lernorte, die über das Projekt KI für ein gutes Altern der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert werden. Mit uns gibt es inzwischen deutschlandweit 58 solcher KI-Lernorte für ältere Menschen. In Berlin wurde Zusammen Digital für Frauen 65+ als neuer KI-Lernort unter zahlreichen Bewerbungen ausgewählt.
Denn: Als IT-Weiterbildungsorganisation beschäftigen wir uns natürlich auch mit KI. Wir entwickeln alltagsrelevante Lernangebote zum Thema. Für unsere Fortbildungsteilnehmenden schaffen wir einen offenen Lernraum zum Experimentieren mit KI-Tools. Dabei behalten wir das gleichstellungspolitische Ziel einer geschlechtergerechten digitalen Teilhabe im Blick.
Gesellschaftliche und ethische Verantwortung nehmen wir auch beim Thema KI ernst. Wir thematisieren die Herkunft der Daten, auf denen eine KI basiert, und die Umweltauswirkungen von KI. So wollen wir für eine verantwortungsvolle Nutzung sensibilisieren.
Um Aspekte wie Datenschutz, die Vermeidung von Diskriminierung und ökologische Auswirkungen geht es auch in unserem Code of Conduct. Hier haben wir uns organisationsintern auf verbindliche Vorgaben zur KI-Nutzung verständigt. Gleichzeitig erarbeiten wir gemeinsam mit D64 und 30 anderen Nichtregierungsorganisationen einen Code of Conduct Demokratische KI. Dieser unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen beim KI-Einsatz im Einklang mit den Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

Das Projekt „KI für ein gutes Altern“
Das Projekt „KI für ein gutes Altern“ der BAGSO vermittelt älteren Menschen und Seniorenorganisationen Kompetenzen rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Es möchte dazu beitragen, dass ältere Menschen sich in aktuellen Diskussionen über ChatGPT, Mustererkennung oder selbstlernende Algorithmen aktiv einbringen können und dafür sorgen, dass sie in Forschung und Entwicklung von KI-Systemen stärker wahrgenommen und berücksichtigt werden.
Die anderen von der BAGSO geförderten neuen Angebote sind bei Seniorenbüros, Mehrgenerationenhäusern, Bildungsstätten und anderen Einrichtungen der Seniorenarbeit angesiedelt. Alle vermitteln älteren Menschen einen praktischen Zugang zu Künstlicher Intelligenz und schaffen Gelegenheiten zum Austausch über deren Nutzen, aber auch über Grenzen. Die Lernorte werden jeweils mit Technik im Wert von 2.500 Euro ausgestattet – darunter Sprachassistenten, smarte Haushaltsgeräte, sogenannte Wearables oder Programme wie ChatGPT. Zusätzlich werden ehrenamtliche Technikhelferinnen und -helfer qualifiziert, um die Lernangebote zu begleiten.
„KI für ein gutes Altern“ ist ein Projekt der BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e.V. und wird von 2023 bis 2025 vom gefördert.
Teile dieses Beitrags basieren auf einer Pressemitteilung der BAGSO.

Das Projekt ZUSAMMEN DIGITAL MIT FRAUEN 65+ wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.